Jubiläumskonzert „musica sacra“ am 18.10.2014 in der Michaelskirche, Neuenkirchen

 

Es ist ein ausgelassenes Fest. Den Platz vor der Michaelskirche bevölkern viele Menschen, groß und klein. Bunte Fahrgeschäfte drehen sich und blinken, es riecht nach Bratwurst und Zuckerwatte. Der Weg zur Kirche ist mit Lichtern gesäumt.

 

Schon während der Proben sichern sich die ersten Besucher ihre Plätze – und das zu Recht: Die Kirche wird voll, sehr voll. „Ein bißchen, wie bei unseren Weihnachtskonzerten!“, freut sich Hauke Scholten, der Kantor der evangelisch-reformierten Gemeinden Neuenkirchen und Rekum.

 

Das heutige Konzert ist das Jubiläumskonzert zum zehnjährigen Bestehen des kirchenmusikalischen Fördervereines „musica sacra“, der zur Sicherung der Kantorenstelle gegründet wurde, als das Geld der Kirchen knapp wurde.

Noch heute wird ein immer größer werdender Teil vom Förderverein getragen.

 

Wieviel Musik er doch in unsere Gemeinde gebracht hat...“, höre ich einen bewundernd lobenden Gesprächsfetzen zweier Damen.

An diesem besonderen Tag wird die Arbeit des Jahres, die auch gleichzeitig die Arbeit der vergangenen zehn Jahre widerspiegelt, präsentiert. Zum Jubiläum sogar in Form einer CD.

 

Für die Konzertstunde drehen die Karussell- und Budenbesitzer ihre Musik leise, um ungestörten Musikgenuß in der Kirche zu gewährleisten.

Hauke Scholten erklärt zu jedem Stück, welche Bedeutung es für die Sänger hat. Auch ein Weihnachtslied hat es auf die CD geschafft: „Carol of the bells“, bei dem man die Glocken praktisch läuten hört.

 

Große und kleine Sänger sind bei diesem Konzert dabei, insgesamt sieben Chöre, dazu Jan Wiechmann als Gesangssolist und Hauke Scholten als Orgelspieler.

Auf der CD hört man ihn auch auf dem Cembalo.

Das Konzert zeigt nur eine Auswahl von Stücken der CD. Es soll neugierig machen auf mehr. Neugierig auf weitere Stücke und auch auf diejenigen, die heute nicht dabei sein konnten, wie den Gesangssolisten Jürgen Linn, die Querflötistin Ute Stemberg, den Theaterschauspieler Thomas C. Zinke sowie den von Ella Winkelmann geleiteten Gospelchor „Happyness“ und den Posaunenchor unter Hartmut Cassens.

 

Viele Kinder und auch etliche der Jugendlichen kennen Hauke Scholten schon aus der Kindergartenzeit. Wer nämlich in einen der beiden Kindergärten in Neuenkirchen geht, hat das Glück, hier schon die von Hauke Scholten geleitete musikalische Früherziehung zu genießen.

 

Und so teilen hier junge Menschen ein Hobby, wachsen dabei zusammen und werden eine Gemeinschaft, die gemeinsam durch Freud' und Leid geht.

Auch das wird in den Liedern deutlich, indem sich hier verschiedenste Emotionen vereinen.

Beispielsweise ist der „Jacobs Blues“ eher trauriger Natur, während „Unsere kleine Nachtmusik“ ein fröhliches Lied ist.

 

Bei „Si maa maa kaa“ werden die Konzertbesucher aufgefordert, mitzusingen, was sie auch mit Freuden tun. Vielleicht ist auch das ein Grund für die hinterher erfolgten Eintritte in den Förderverein. Vielleicht wird es auch neue Sänger in den Chören geben...

 

Anka Stellmann, erste Vorsitzende des Vereines dankt allen Mitwirkenden und auch allen, die an der Erstellung der CD beteiligt waren. Sie machte auch noch einmal neugierig auf deren Inhalt und erklärte die Bedeutung des Covers: Hier sind nämlich die Hände des jüngsten und des ältesten Chormitgliedes zu sehen und repräsentieren die gewaltige Spanne von musikalisch geprägten Jahren, die ein Chormitglied erleben kann.

 

Die CD ist in den Gemeindebüros der ev.-reformierten Kirchen Neuenkirchen und Rekum erhältlich.

 

 

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